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Bei unseren Wanderungen steht das Erlebnis in freier Natur im Mittelpunkt. Die Routen verlaufen teilweise ueber Jahrhunderte alte Pfade (sogen. Caminos), inmitten der wichtigsten Naturschutzgebiete der Insel.

Alle Wanderungen sind auch fuer weniger geuebte Wanderer zu empfehlen, wenngleich gute Kondition, Gesundheit und Trittsicherheit je nach Route erforderlich sind.

 

Alle Wandertouren werden durch unseren lokalen Partner Guide Exclusivausfluege S.L. durchgefuehrt (unter deutscher Leitung). Die Gruppen werden von einem qualifizierten, deutschsprachigen Wanderfuehrer begleitet, der seine Insel nicht nur liebt, sondern auch ueber gute Kenntnisse von Flora, Fauna, Geologie und einheimische Sitten verfuegt.

 

Nach jeder Wanderung wird - je nach Moeglichkeit - am fruehen Nachmittag in einem typischen Lokal oder einer Bar eingekehrt, um sich mit Tapas und anderen Kleinigkeiten zu staerken. Danach erfolgt die Rueckfahrt zum Hotel.

 

Klima& Reisezeit

Gran Canaria hat mit einer Durchschnittstemperatur von 21 Grad im Jahresmittel eines der besten Klimata der Welt. Der Nordostpassat, eine Luftstroemung in 600 bis 2000 Meter Hoehe, sorgt fuer Feuchtigkeit und ist fuer die ueberwaeltigende Vegetationsfuelle zustaendig. Die dem Passat abgewandten Seiten der Insel (Sued-Suedwestseite) sind trocken und wenig fruchtbar. Klimascheide sind die Berge, wo sie sich meistens aufhalten. In den noerdlichen Staulagen kondensieren die Wolken und fuehren dann teilweise zu Naesse und Nebel. Besonders angenehm wird der Passatwind empfunden, der fast immer weht und auch im Sommer die intensive Sonne ertraeglich macht.

Die ideale Zeit zum Wandern ist zwischen Januar bis Ende April, da hier der Fruehling erwacht und die Vegetation am schoensten ist. In diesen Monaten bietet das Hotel die sogen. Wanderwochen an, welche 5 gefuehrte Wanderungen innerhalb der zwei gebuchten Ferienwochen beinhalten. Diese Termine werden gesondert ausgeschrieben.

Darueber hinaus koennen Sie selbstverstaendlich auch je nach Gruppengroesse mit Ihrem Wanderverein einen exklusiven Reisetermin vereinbaren/buchen, wo Sie Anzahl und Art der Wandertouren selbst festlegen koennen. Sprechen Sie uns hierzu bitte an.

 

Ausruestung

Da die Wanderungen in verschiedene Klimazonen fuehren, muessen Sie in Bezug auf Ihre Kleidung gut ausgeruestet sein:

Tagesrucksack, Wanderschuhe mit guter Profilsohle, 1 Anorak -  wind- und wasserdicht mit Kapuze/Kopfbedeckung, Wasserflasche, Sonnenbrille, Sonnencreme, Fotoausruestung, Fernglas, Taschenmesser, Teleskop-Skistoecke (Empfehlung). Bei jedem Ausflug besteht auch noch die Moeglichkeit, vorab unterwegs etwas Wanderproviant zu besorgen.

 

 

Tour Nr. 1 – Roque Nublo und Santa Lucia

Vom höchsten Punkt der Insel (1.949 m) geht es zuerst bergab durch dichte Pinien- und Ginsterwälder in Richtung Las Mesas. Der Wanderweg führt zu einer alten Staumauer (1.570 m), die überquert wird, um in die tiefe und enge Schlucht aus Basaltgestein zu kommen.

Bald erscheint das Hauptziel der Wanderung – der Nebelfelsen „Roque Nublo“. Mit jedem Schritt steigt die Erwartung bis das Hochplateau vor dem Roque Nublo (1.743 m) erreicht ist.

Der Felsen liegt inmitten einer bizarren und faszinierenden Bergwelt. Bei schönem Wetter ein herrlicher Rundblick nach Teneriffa und den Teide, dem höchsten Berg Spaniens. Der rotbraune Basaltfelsen mit seinem mächtigen Plateau ist das Wahrzeichen Gran Canarias, ein in vielen Liedern besungener altkanarischer Kultplatz.

Der zweite Teil (Tour Nr. 1a) der Wanderung beginnt in dem schönen Städtchen „Santa Lucia“. Hierbei erleben Sie das dörfliche Leben der Inselbewohner.

 

Tour Nr. 2 – Turmfalkenschlucht

Der ovalförmige Vulkankrater „Caldera de los Marteles“ mit einem Durchmesser von 500m bestimmt am Anfang der Wanderung das Landschaftsbild der Region. Der Weg verläuft auf einem Ziegenpfad, der sich in Serpentinen bergab durch eine bestechend schöne, verwilderte Kulturlandschaft in die Schlucht führt.

Der „Barranco de los Cernicalos“ ist praktisch die einzige Schlucht, die das ganze Jahr über Wasser führt und daher mit üppigem Grün bewachsen ist. Dies ist auf das Vorkommen von Wasserstollen zurückzuführen, eine der interessantesten Wassergewinnungsmöglichkeiten auf der Insel. Die Wanderung führt durch eine herrliche Landschaft, bestehend aus Feigen-, Oliven- und Mandelbäumen sowie einer großen Anzahl von endemischen Pflanzen.

 

Tour Nr. 3 – Der zentrale Pilgerweg

Immer bergab führt dieser historische Pilgerpfad vom Zentralmassiv „Cruz de Tejeda“ über weiche Bergrücken und durch Täler, die in den letzten 5 Millionen Jahren durch die Interaktion der Lava-Massen und der Erosionskraft des Wassers geformt wurde. Diese Route ist ideal, um den Einfluss der Passatwolken zu erkennen, die in einer Höhe von 800 – 1500m viel Feuchtigkeit mitbringen und so für Fruchtbarkeit sorgen.

Der restaurierte Königspfad führt durch aufgeforsteten Kiefernwald und vorbei an einem erloschenen Krater. An seinen steilen Hängen sehen Sie stufenförmige Terrassen. Auf den kleinen Parzellen der Bauern wachsen u.a. Kartoffeln, Mais und Zitrusfrüchte. Die Talwanderung führt zum schönsten Ort der Insel, nach Teror. Das Städtchen mit seiner Basilika ist Sitz der Schutzpatronin Gran Canarias, der „Virgen del Pino“ und damit auch religiöses Zentrum der Insel.

 

Tour Nr. 4 – Panoramawanderung

Dieser reizvolle Passweg führt entlang der Wetterscheide zwischen Nord und Süd und beginnt am Parador Cruz de Tejeda (1.509 m). Zunächst verläuft der Weg für einige Minuten bergauf, vorbei an Kastanien- und Kiefernbäumen. Nach einiger Zeit haben Sie einen herrlichen Rundblick auf den gewaltigen Talkessel von Tejeda. Dann führt der Weg durch einen Kiefernwald (Pinus Canariensis) bis zur altkanarischen Höhlensiedlung „Cueva Caballeros“.

Von den Höhlen genießt man wie einst die Altkanarier ein überwältigendes Panorama: Gegenüber ragt der Roque Bentaiga auf, weiter links der Roque Nublo. Der Weg endet in Artenara, das höchstbewohnte Höhlendorf auf Gran Canaria. Vorbei an kleinen weißen Höhlenwohnungen erreichen Sie die Kapelle der Höhlenjungfrau „La Cuevita“. Nach dem Besuch der Höhlenkapelle haben Sie noch Zeit für eine Rast in einem Höhlenrestaurant. Probieren Sie doch einmal die verschiedenen Speisen der kanarischen Küche.

 

Tour 5 – Stauseen-Wanderung

Abwechslungsreicher kann eine Wanderung kaum sein. Von Cruz Grande führt zunächst ein breiter Forstweg in Richtung Süden, wobei Zitrosen und kanarische Pinien die Landschaft prägen. Danach laufen sie auf wunderschönen Pfaden (Caminos in die unberührte Natur, zu den größten und schönsten Stauseen der Insel. Nach einer Picknick-Pause am Stausee Chira wandern Sie den faszinierenden, aber etwas schwierigen zweiten Teil an zerklüfteten Felsformationen vorbei zum versteckt und inmitten einer Palmenoase gelegenen Stausee Presa de Soria. Von dort ist es nur noch ein kurzer Fußmarsch in das kleine Bergdorf Soria.

Zwischen Agaven und Feigenbäumen führt der Weg vorbei an blumenumrankten Häusern bis zur Bar Casa Fernando. Eine Einkehr versteht sich von selbst.

 

Tour 6 – Königspfad

In der Nähe vom kleinen Stausee „Presa de los Hornos“ (1.640 m) beginnt der breite Camino Real (Königspfad), ein aussichtsreicher Höhenweg durch das Zentralmassiv. Zunächst führt der Pfad südwärts über Steintreppen leicht ansteigend durch einen lockeren Kiefernwald mit vielen Ginsterbüschen bis zum höchsten Punkt der Wanderung, zum 1.719 m hohen Degollada de los Hornos. Von hier ein herrlicher Blick zum Pico des las Nieves. Nach Überquerung der Hochebene Pargana beginnt die interessante Etappe der Wanderung, der Abstieg zur Degollada de la Cruz Grande. In vielen steilen Kehren führt der von dicken Mauern eingefasste Weg am Rande einer fast senkrechten Felswand hinab. Sie genießen eine wunderbare Aussicht auf den grünlich schimmernden Chira-Stausee und auf den Ort San Bartolome. Die Tour kann von Cruz Grande bis nach San Bartolome verlängert werden. Die zusätzliche Gehzeit beträgt ca. 40 Minuten.

 

Tour 7 – Schluchtenwanderung

Ein der vielfältigsten Rundwanderungen der Insel führt durch den Barranco de la Mina. Im Dickicht der immergrünen Schlucht rauscht fortwährend Quellwasser, an mehreren Stellen stürzen Kaskaden metertief in den Talgrund. Der Einstieg in den Barranco beginnt in Las Lagunetas, in der Nähe vom Cruz de Tejeda.

Diese Schlucht ist auch sehr interessant für Pflanzenfreunde. Hier finden Sie eine große

Anzahl von endemischen Pflanzenarten.

 

Tour 8 – Der grüne Norden

Von Bergdorf zu Bergdorf – eine romantische Tour durch den Barranco de la Virgen. Der Einstieg beginnt in dem kleinen Dorf Fontanales, im grünen Teil der Insel. Kastanien- und Lorbeerbäume begleiten uns zu Beginn dieser Wanderung. Vorbei an alten Bauernhöfen erreichen wir das Dorf  Valsendero, das bis vor wenigen Jahren ausschließlich durch „Caminos Reales“ ( Königspfade) verbunden war. Hier handelten die Bauern vor allem mit Obst und frischem Käse.

Der Rückweg führt vorbei an vielen Fincas – mit ihren Obst- und Gemüseplantagen.

 

Wichtige Details zu den Wanderungen:

(Tour Nr. / Name / Dauer / Höhenunterschied / Schwierigkeitsgrad)

 

Tour Nr. 1 / Roque Nublo / 2,5 Stunden / 150 m / 2-3

Tour Nr. 1a / Schlucht von Santa Lucia / 1,5 Stunden / 100 m / 2

Tour Nr. 2 / Turmfalkenschlucht / 4 Stunden / 700 m (Abstieg) / 3

Tour Nr. 3 / Zentraler Pilgerweg/ 4 Stunden / 700 m (Abstieg) / 3

Tour Nr. 4 / Panoramawanderung / 3,5 Stunden / Höhenwanderung / 2

Tour Nr. 5 / Stauseen-Wanderung / 5 Stunden / 800 m (Abstieg) / 3-4

Tour Nr. 6 / Königspfad / 3,5 Stunden / 300 m (Abstieg) / 2-3

Tour Nr. 7 / Schluchtenwanderung / 4 Stunden / 500 m (An- & Abstieg) / 3

Tour Nr. 8 / Der grüne Norden / 4,5 Stunden / 600 m (An- & Abstieg) / 3